Die meisten Menschen leiden unter Depressionen aufgrund mangelnder Bewältigungsstrategien. Das heißt, es fehlen ihnen Strategien für den Umgang mit Krisen und Problemen. Sie betrachten ihre Unfähigkeit mit Problemen umzugehen als ein persönliches Versagen. Dies führt dazu, dass ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstvertrauen immer mehr sinken und die Selbstzweifel stärker werden. Dieser innere negative Kreislauf verstärkt die Entwicklung der begleitenden depressiven Syndrome.

Eine depressive Symptomatik ist gekennzeichnet durch gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit und Interessenverlust. Der depressive Mensch empfindet keine Freude mehr an Dingen, die ihm sonst Spaß gemacht haben. Man fühlt sich krank, ohne Schwung oder hat Befürchtungen, dass etwas Schlimmes passieren könne. Häufig sind auch Selbstvorwürfe, das Gefühl von Wertlosigkeit und Schuldgefühle vorhanden. Hinzu kommen vegetative und somatische Beschwerden, die im Tagesablauf in ihrer Ausprägung schwanken können.

Bei den beschriebenen Syndromen haben sich therapeutische Ansätze bewährt, die dem Klienten zu gesünderem Wahrnehmen und Denken (und damit auch zu besserem Fühlen, Erleben und Verhalten) verhelfen können. Unterstützende Wirkung zeigen Interventionen, die aus den krank machenden (inneren) Konflikten befreien und die sozialen Bezüge des Klienten miteinbeziehen.